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Kartoffeln

on Sonntag, 20 Oktober 2019.

In Trebbin Wiesenhagen wurde auf dem Biohof Klass ein Kühllager für Bio-Kartoffeln eingeweiht: Die hofeigenen Knollen können eingelagert und regional vermarktet werden!

Kartoffeln

Kühllager für Biokartoffeln: Nach zweimonatiger Bauzeit fand auf dem Bio Hof in Trebbin Wiesenhagen die offizielle Einweihung statt.

Bio-Landwirtmeister Sebastian Klass erklärte, dass die Kapazität für die Einlagerung von 100 Tonnen Kartoffeln reiche. Der Energiebedarf sei besonders gering, da die Kühlanlage im Gebäude sowohl mit technisch gekühlter Luft mittels Kälte-Kompressor und Verdampfer als auch mit Außenluft die Kartoffeln kühlen könne.

Bio Kartoffeln aus Trebbin Wiesenhagen:

2018 war Familie Klass in den Anbau von Bio-Kartoffeln eingestiegen und beteiligte sich im Projekt „Regionales Bio-Gemüse aus Brandenburg“, das die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e. V. als Leadpartner im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) initiiert hatte.

Um über die Erntezeit hinaus Bio-Kartoffeln anbieten zu können, ist dieses neue Kühllager entstanden. Da das in die bestehende Scheune und mit großer Unterstützung aus dem Dorf gebaut wurde, konnten die Investitionskosten gering gehalten werden.

Kartoffelbefehl: Als die Kartoffel 1565 über Spanien nach Deutschland kam, erkannte man ihre Bedeutung für die menschliche Ernährung noch nicht, sodass sie ihrer schönen Blüte wegen eher in botanischen Gärten als in den Kochtöpfen zu finden war. Mitte des 18. Jahrhunderts wollte Friedrich der Große in seinem Land dem steten Anstieg der Bevölkerung und wiederholten Hungersnöten durch den Anbau von Kartoffeln entgegentreten. Spätestens seit dem 24. März 1756, dem Tag, an dem der Alte Fritz mit seinem berühmten Kartoffelbefehl an „sämtliche Land– und Steuer Räthe, Magistrate und Beamte“ die Einführung der Knolle im Land protegierte, gehören Kartoffeln zur Landesgeschichte: „Als habt Ihr denen Herrschaften und Unterthanen den Nutzen von Anpflantzung dieses Erd Gewächses begreiflich zu machen, und denselben anzurathen, dass sie noch dieses Früh-Jahr die Pflantzung der Kartoffeln als einer sehr nahrhaften Speise unternehmen.“ 
Friedrich II. unternahm seit 1750 mehrere Versuche, den Kartoffelanbau in Preußen durchzusetzen. Vor den Rathäusern wurden Kartoffeln als Saatgut an die Bauern verteilt. Ratsdiener und Feldwächter kon­trollierten Aussaat und Ernte, um die Unter­tanen zum konti­nuier­lichen Knollenanbau zu zwingen.

Heute: Kartoffeln sind vom Speiseplan der Deutschen kaum wegzudenken. Pommes frites, Kartoffeln mit Quark, Kartoffelpuffer oder Bratkartoffeln sind nur einige der vielen Verwendungsmöglichkeiten für das Nachtschattengewächs. Die Art der Zubereitung hat dabei einen großen Einfluss auf den Gesundheitswert der Kartoffeln, denn die Knollen selbst enthalten kaum Fett und nur wenige Kalorien.

Biohof Klass: In diesem Jahr baute Bio-Landwirt Sebastian Klass auf 2,5 ha neun verschiedene Bio-Kartoffelsorten an. Der weitere Ausbau dieses Betriebszweigs ist schon geplant. Neben der Eröffnung des Kühllagers soll eine Tröpfchenbewässerung auf den leichten Böden der Region für eine gesteigerte Qualität der Kartoffeln sorgen. Das zweite Standbein des Familienbetriebs ist die Hühnerhaltung. Die Eier und das Fleisch der Zweinutzungsrasse sind wie die Kartoffeln direkt ab Hof erhältlich.

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Fact: Auf dem Bio-Familienbetrieb Klass, 30 km von der Hauptstadt entfernt, wurden in diesem Jahr auf zweieinhalb Hektar neun verschiedene Kartoffelsorten in bester Bio-Qualität angebaut. Mit der Einweihung des neuen Kartoffelkühllagers wird ein Schritt in Richtung regionaler Versorgung auch außerhalb der Erntesaison gegangen. Die Kartoffeln können nun bis weit ins Frühjahr eingelagert und regional vermarktet werden. Dies ist ein positives Beispiel, wohin sich die Brandenburger Verarbeitungs- und Lagerstrukturen entwickeln können.

Bio Hof Klass. Inhaber Sebastian Klass. Platz der Jugend 13, D-14959 Trebbin. Fon 0163 6853734. https://bio-hof-sklass.business.site – www.bio-berlin-brandenburg.de

Ein Beitrag von Gerald H. Ueberscher

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