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Entdecker-Programm für Pit und Paule

on Freitag, 21 Februar 2020.

Spannendes Spielzeug für die Panda-Zwillinge im Zoo Berlin

Entdecker-Programm für Pit und Paule

Schnüffelnd begutachtet Pit das neue Spielzeug, bevor er ihm einen kräftigen Schubs mit seiner Tatze gibt und beherzt hineinbeißt. Wenig später wird auch Paules Interesse für den Spielball geweckt. Die jungen Nachwuchs-Tierpfleger aus dem Zoo Berlin haben den Panda-Zwillingen aus dicken Seilen kniffelige Knoten gebastelt – das neue Spielzeug nehmen Pit und Paule genauestens unter die Lupe.

Mittlerweile haben die Zwillinge ihre Kletterkünste (halbwegs) perfektioniert, nun hat die beiden auch die Neugierde gepackt. Es wird balanciert, angeknabbert und beschnüffelt – nicht mal Mama Meng Meng bleibt verschont und muss für die Erkundungstouren der Panda-Zwillinge kurzerhand als „Kletterberg“ herhalten.Panda Paule auf Entdeckertour Zoo Berlin

Die Tierpfleger in Ausbildung haben unter der Anleitung des erfahrenen Panda-Tierpflegers Corvin Schmohl aus unbehandeltem Naturhanf robuste Spielbälle geknotet. „Pit und Paule nehmen mittlerweile alles auseinander. Spielerisch beißen die beiden in Holzplanken und knabbern an ersten Bambusstäben. Solange sie noch ihre zarten Milchzähne haben, dient der Bambus jedoch lediglich als Kaustange“, erklärt Tierarzt und Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. Mit dem neuen Spielzeug stärken Pit und Paule ihre Kaumuskulatur, nebenbei werden dabei auch die kleinen Beißerchen gereinigt. Die Milchzähne fallen ihnen in der Regel zwischen dem achten und 17. Monat aus und werden durch ein richtiges Panda-Gebiss ersetzt. Noch wird der Panda-Nachwuchs ausschließlich durch nahrhafte Milch ernährt. Erst mit rund zehn Monaten stillen junge Pandas ihren Appetit mit frischen Bambusblättern. Panda Paule spielt Zoo Berlin


Hintergrund:
Im Zoo Berlin leben seit Sommer 2017 Deutschlands einzige Große Pandas. Am 31. August 2019 hat Panda-Dame Meng Meng (6) zwei Baby-Pandas (Gewicht: 186 g und 136 g) zur Welt gebracht. Der Vater Jiao Qing (9) ist bei der Aufzucht – wie für Große Pandas typisch – nicht beteiligt. Nach der letzten Zählung des weltweiten Bestandes geht man von nur noch etwa 1.864 ausgewachsenen Großen Pandas im natürlichen Lebensraum aus. Daher wird der Panda auf der Roten Liste für bedrohte Arten der Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet eingestuft. Der Zoo Berlin zahlt eine jährliche Leihgebühr für die seltenen Bambusbären, welche zu 100 Prozent in den Artenschutz fließt. Mit dem Beitrag werden Zucht, Schutzmaßnahmen und Wiederauswilderung der Großen Pandas finanziert. Pate der beiden Pandas Meng Meng und Jiao Qing ist die Berliner Volksbank.

Die Panda-Familie ist während der Öffnungszeiten durchgehend zu sehen. Nur zum Wiegen,
Messen und Trinken sind die kleinen Pandas gelegentlich hinter den Kulissen. Panda-Fans
können sich mit ihrem Besuch noch ein bisschen Zeit lassen, erst in voraussichtlich zwei bis
vier Jahren werden die Panda-Zwillinge – wie auch in der Natur – eigene Wege gehen und
den Zoo Berlin verlassen.

Autor:

KiezEuleBerlin

Bildergalerie

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